Zertifizierung nach RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil)
RSPO wurde 2004 als eine global agierende Interessengruppe gegründet, deren Mitglieder unter anderem aus der Industrie, aus Verbänden und Umweltorganisationen stammen. RSPO verfolgt das Ziel, den nachhaltigen Anbau von Palmöl und dessen Verarbeitung zu fördern.
Im November 2009 wurde durch das RSPO-Executive Board die Endfassung des RSPO Supply Chain Certification System (RSPO SCCS- Lieferkettenzertifizierungssystem) verabschiedet. Hierbei geht es um die Sicherstellung, dass eine schonende und nachhaltige Produktion von Palmöl gewährleistet wird. Es soll verhindert werden, durch den Einsatz von Palmöl in unseren Lebensmittel Regenwälder zerstört werden und die Flächen nach Brandrodung als Ölpalmenplantagen verwendet werden.
Von vielen Handelsketten wird derzeit eine Zertifizierung nach RSPO gefordert, um im Rahmen von Nachhaltigkeitsprogrammen zu erreichen, dass nur mehr nachhaltig gewonnenes Palmöl in den Produkten verwendet wird.
Um Produkte, die nachhaltig erzeugtes Palmöl enthalten, handeln und diese mit einer RSPO-Aussage etikettieren zu können, muss innerhalb der Lieferkette, angefangen von der Palmölmühle über sämtliche Verarbeitungsstufen bis hin zum Endprodukt, jede Produktions- bzw. Handelsstufe die RSPO SCCS Richtlinien einhalten und von einer unabhängigen und zugelassenen Zertifizierungseinrichtung zertifiziert sein.
ISACert ist ein akkreditiertes Zertifizierungsunternehmen, das durch RSPO autorisiert wurde, diese RSPO SCCS Audits durchzuführen und entsprechende Zertifikate auszustellen.
Folgende Systeme stehen dabei zur Auswahl:
Segregation (SE)
Nach diesem Modell können nur Produkte zertifiziert werden, in denen das darin enthaltene Palmöl zu 100 % zertifiziert ist. Das Palmöl kann aus verschiedenen, zertifizierten Palmölplantagen stammen.
Mass Balance (MB)
Nach diesem Modell können Produkte zertifiziert werden, in denen sowohl zertifiziertes als auch nicht zertifiziertes Palmöl enthalten ist. Dieses Modell ist vorwiegend für Unternehmen interessant, die auf Grund ihrer Ausstattung oder auch des Rohwarenangebots nicht in der Lage sind, jederzeit zertifizierte von nicht zertifizierter Ware zu trennen. Zu beachten ist zudem, dass für Nutzer dieses Modells die verkaufte zertifizierte Ware niemals die Menge der eingekauften zertifizierten Ware überschreiten darf – daher ist eine stets zu aktualisierende Massenbilanz zu führen.
Sollten Sie an einer ausführlichen Beratung bezüglich der Auswahl des für ihren Betrieb geeigneten Supply-chain-Modells interessiert sein oder Fragen zu den Inhalten der RSPO Standard-Anforderungen haben, kontaktieren Sie uns:
LVA Cert – ISA Cert Austria
E-Mail isalvaat
Telefon: +43/2243/26622-9000 oder 9004.
Umfassende Informationen zum Thema „Nachhaltigkeit in der Lebensmittelwirtschaft“ bietet die Lebensmittelversuchsanstalt im Rahmen eines eigenen Seminars an, das am 23.05. 2012 stattfindet.
Hier geht es zum Seminar:
http://lva-verein.co.at/seminare/seminarprogramm-2012/show/22.html